March 15 , 2018

Letzte Chance für die Unternehmensplanung – Teil 1

Reading Time: 2 min

 

Bereits vor über 15 Jahren hat das Harvard Business Review die Unternehmensplanung und die Budgetierung für so gut wie tot erklärt. „Corporate Budgeting ist ein Witz und alle wissen es“, liess das englische Business Magazin im Jahr 2001 verlauten. Der Artikel hat polarisiert und für massenhaft Reaktionen gesorgt. Doch verändert hat sich seit damals wenig. Noch immer ist das Planen die wohl grösste Herausforderung für Unternehmen. In einer zweiteiligen Blogserie zeigen wir auf, wie Firmen ihre Planungsprozesse mit modernen Methoden effizienter gestalten können. 

 

 

Teil 1 – Der Unified Performance Management Ansatz

 

 

Während mögliche Lösungen zur Bewältigung des unternehmerischen Planungsfrusts rege diskutiert werden, ist man sich über die Ursachen des Problems weitgehend einig: Planungen verschlingen zu viel Zeit, binden zu viele Ressourcen und die Daten sind rasch veraltet. Die Konsequenz: Ein Grossteil aller Unternehmen ist unzufrieden mit ihren eigenen Planungsprozessen. Höchste Zeit also, in den Finanzabteilungen wieder für gute Stimmung zu sorgen.

Im ersten Teil unserer Blogserie widmen wir uns einer Methode, die es wie keine andere versteht, alle relevanten Geschäftsbereiche in einem ganzheitlichen Planungssystem zu vereinen: Das Unified Performance Management – kurz UPM genannt. Dieses Modell besteht aus der strategischen Planung, der Mittelfristplanung, der Budgetierung und dem Forecasting. Im Wesentlichen richtet sich die Umsetzung des UPM nach den folgenden fünf Schritten:

 

  1. Strategische Planung: Als erstes wird ein Geschäftsmodell unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie entwickelt. Dieses soll zwingend die wichtigsten – im oberen Abschnitt angesprochenen – Key Value Drivers umfassen.
  2. Performance Messung: In diesem Schritt geht es darum, die relevanten Key Performance Indicators (KPIs) zu definieren, um messen zu können, wie erfolgreich das Unternehmen seine gesetzten Ziele verfolgt. Achtung: Es sollten die KPIs definiert werden, die den besten Einblick ins Daily Business gewähren. Leider sind das nicht immer diejenigen, die am einfachsten zu messen sind. Die falsche Auswahl der KPIs ist einer der häufigsten Fehlern, wenn es um die Performance Messung in Unternehmen geht.
  3. Business Analytics und Modelling: Als nächstes verwendet ein Unternehmen die verfügbaren Daten aus Schritt 2, um die eigene Performance zu analysieren. Ziel dabei ist es, eine solide Wissensbasis zu kreieren, um spätere fundierte Entscheide fällen zu können. In Zeiten von Big Data haben viele Firmen eine grosse Menge an verschiedensten Daten angesammelt. Das kann sowohl eine Chance als auch eine Gefahr sein. Wer daraus positive Effekte ziehen kann, hat einen Wettbewerbsvorteil.
  4. Bewertung der Performance: Jetzt geht es ans Eingemachte. Die gewonnenen Einblicke in die Unternehmensperformance müssen in die Managementreports und Dashboards integriert werden, um daraus einen Handlungsplan ableiten zu können. Leistungsmessungen und Analysen sind nur dann sinnvoll, wenn auch die nötigen Konsequenzen gezogen und Veränderungen eingeleitet werden.
  5. Unternehmenskultur: Der entscheidende Faktor für positive Resultate bei der Umsetzung von effizienten Planungsprozessen ist der direkte Miteinbezug der Mitarbeitenden, die von den Veränderungen direkt betroffen sind. Das ist eine Frage der Unternehmenskultur. Eine allfällige Kluft zwischen Führungsetage und Mitarbeitenden an der Front zu schliessen, ist Aufgabe des Managements.

 

 


Wollen Sie mehr erfahren über das Unified Performance Management?

 

Hier können Sie unser Whitepaper dazu herunterladen (Englisch):

 

Unified Performance Management (UPM) as a way to unleash value and drive better outcomes