Apliqo inside: 5 Fragen an Scott Wiltshire

Was ist Ihre Aufgabe bei Apliqo und wie wirkt sich Ihre Arbeit auf die Entwicklung der Apliqo-Produkte aus?

Meine Rolle ist die des Chief Technical Officer CTO. Ich bin für unseren Technologie-Stack verantwortlich und stelle sicher, dass wir die richtige Produktarchitektur haben, damit alle Technologien miteinander kommunizieren können, und dass unsere Entwickler ein gemeinsames Verständnis und einen Produkt- und Benutzerfokus haben. Ich würde sagen, meine Arbeit hat einen großen Einfluss auf unsere Produkte. Ich mache mir immer noch die Hände schmutzig, indem ich unsere Planungsmodelle entwickle, bis hin zum Schreiben des Backend-Codes. Da unsere Kerntechnologie IBM Planning Analytics ist, habe ich manchmal das Gefühl, dass ich den alternativen Titel Chief TM1 Officer trage.

Sie sind seit langem im Bereich Performance Management und Business Intelligence tätig. Was finden Sie an der Branche interessant?

Das ist richtig. 15 Jahre, sogar noch länger, wenn man die Geschäftsmodellierungsaspekte meiner ersten Karriere in der Strategieberatung mit einbezieht. In unserer Branche gibt es eine Menge Jargon - Big Data, prädiktive analytics, künstliche Intelligenz oder sogar der Begriff Business Intelligence selbst. Im Kern hat sich das Wertversprechen der Branche jedoch nicht geändert und dreht sich darum, dass die Menschen weniger Zeit mit banalen Aufgaben der Datenaufbereitung und mehr Zeit mit der Arbeit verbringen, für die sie eigentlich bezahlt werden, nämlich Analysen durchzuführen und Entscheidungen zu treffen. Trotz der großen Konkurrenz auf dem Markt überrascht mich die Tatsache, dass es immer noch so viele Möglichkeiten gibt, immer wieder, und das sorgt für einen fast ununterbrochenen Strom von herausfordernden Problemen, die es zu lösen gilt, was die Sache immer interessant macht.

Apliqo wurde 2013 gegründet und Sie sind von Anfang an dabei. Auf welche Meilensteine sind Sie besonders stolz?

In Bezug auf das Produkt fallen mir da einige ein. Der Weg vom Whiteboard zu unserem ersten Produkt oder die Veröffentlichung unseres FPM-Modells der zweiten Generation. Aber die Meilensteine, auf die ich am meisten stolz bin, haben nichts mit Produkten oder Veröffentlichungen zu tun, sondern mit Kunden und Menschen. Die Momente, die für mich besonders hervorstechen, sind die Aufnahme unserer 10th Mitarbeiter, die Erweiterung unserer Entwicklungs- und Supportkapazitäten durch unser Büro in Indien und das erste Mal, dass wir zwei Apliqo-Implementierungen parallel bei Kunden auf verschiedenen Kontinenten durchgeführt haben.

Als CTO liegt Ihr Fokus auf neuen Innovationen und Ideen. Was sind die größten technologischen Herausforderungen, die es für die weitere erfolgreiche Entwicklung von Apliqo zu bewältigen gilt?

Da die Unternehmen immer mehr Kernanwendungen auf das cloud verlagern, besteht die größte Herausforderung darin, die Datensicherheit zu gewährleisten. Unsere Anwendungen enthalten oft Budget- und mittel- oder langfristige strategische Planzahlen, die oft genauso marktsensibel sind wie Ist-Daten oder sogar noch sensibler. Die sichere Integration von Datenströmen in cloud und in On-Premise-Systeme wie ERP, CRM und die Gehaltsabrechnung bei gleichzeitiger Wahrung der Vertraulichkeit der Plandaten im cloud wird eine Herausforderung bleiben. Und wie immer sind die wichtigsten zu lösenden Probleme nicht rein technischer Natur, sondern haben in erster Linie mit dem menschlichen Verhalten zu tun.

Was muss Apliqo tun, um die Zukunft von Enterprise Performance Management weiterhin aktiv zu gestalten?

Unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist und bleibt das Fachwissen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die richtige Technologie für ein einheitliches performance-Management gewählt haben. Aber es geht nicht um Technologie, sondern darum, die Bedürfnisse der FP&A-Fachleute und der CFO wirklich zu verstehen. Wir bauen Produkte mit einem klaren Ziel und einer klaren Zielgruppe vor Augen, hören unseren Kunden zu und wiederholen den Zyklus.